Filialkirche Neustift im Felde

Um 1750 herum bestanden in Kirchberg am Wagram drei Gotteshäuser: Die Pfarrkirche St. Stephan und Maria Trost, die Wallfahrtskirche auf den Säulen bei Ursprung der Wallfahrt und die Zhernitzkapelle. Gleichzeitig gab es aber Bestrebungen der Orte des Pfarrbezirkes Kirchberg, eigene Filialkirchen bzw. Filialkapellen zu errichten, dass die Pfarre Kirchberg aber so lang als möglich zu verhindern versuchte. Die Neustifter hatten es jedoch besser: Damit die Bevölkerung weiter Gott vertraute durfte Sie im Jahr 1679 bereits eine Ortskirche errichten.

In unserer Filialkirche findet des öfteren eine Messe statt, die ein Pfarrer oder ein Kaplan aus Kirchberg am Wagram abhält oder unser Kaplan Josef Markl.

Einmal im Monat am Donnerstag am Abend findet in unserer Filialkirche ein Gottesdienst statt.

Des Weiteren finden in unserer Kirche auch Betstunden für Verstorbene statt.

Auf Wunsch können hier auch Hochzeiten abgehalten werden.

In der Zwischenzeit wurde Kirchendach saniert bei unserer Filialkirche.

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!!! Unser "Kulturjuwel" Filialkirche Neustift im Felde braucht Ihre Hilfe !!!

 

Spendenkonto für die Kirchensanierung:

Sparkasse Kirchberg am Wagram

Kontonummer: 7200-017056

BLZ: 20221

Verwendungszweck:

Dorferneuerungs- und Verschönerungsverein

Neustift im Felde

Kirchensanierung

 

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Aus den Aufzeichnungen von Franz Walzer geht hervor, dass Neustift bereits im Jahr 1679 eine Filialkirche errichten durfte, wegen dem Ende der Pest. Die sogenannten Pestheiligen von Neustift im Felde sind die heiligen Fabian und Sebastian. Die Filialkirche steht somit unter der Schutzherrschaft der heiligen Fabian und Sebastian und an diesem Tag findet jedes Jahr eine Sebastiani-Messe statt. Wie aus Älteren Unterlagen hervorgeht soll aber die Filialkirche erst 1680 erbaut worden sein, daher muss man davon ausgehen dass vorher zumindest eine Holzkapelle hier gestanden ist. Dem Mauerwerk ist zu entnehmen, dass die Kirche in der heutigen Form nicht von vorn herein so aufgebaut wurde, sondern schrittweise.

 

Der Altarraum, das Hauptgebäude bis ungefähr zur Deckenhöhe und der Turm bis zur Giebelhöhe wurden zuerst erbaut und das Haupthaus ist mit einem flachen Holzdach gedeckt gewesen. Es ist davon auszugehen, dass die beiden halbrunden Fenster an der Süd- und an der Nordseite später durchgebrochen wurden, da die Unterbrechung der Wandmalerei an der Innenseite untypisch ist.

 

Der Durchbruch der beiden Fenster erfolgte jedoch noch vor einem größeren Umbau.

 

Im Türsturz zum Altarraum ist das Jahr 1776 eingemeißelt, daher ist davon auszugehen dass die folgenden Arbeiten in dieser Zeit durchgeführt wurden.

 

Durchbruch der obengenannten Tür auf der Südseite

 

Zubau der Sakristei an der Nordseite

 

Womöglich auch die Errichtung des Kreuzgewölbes über das Haupthaus

 

Erhöhung der Außenmauern über das Haupthaus

 

Erhöhung des Turmes bis zur heutigen Bauhöhe

 

Aufsetzen der klassizistischen Voluten auf der Westmauer (Klassizismus ist etwa rund um den Zeitraum 1770-1830)

 

Errichtung einer Turmuhr

 

Im Jahr 1909 wurde die Kirchenorgel repariert

 

Am Freitag dem 3. Juli 1914 um 19 Uhr, gab es hohen Besuch in der Filialkirche in Neustift es besuchte die Eminenz, der hochwürdige Herr Kardinal Fürsterzbischof von Wien, Dr. Friedrich Piffl unseren Ort. Der Kirchenvertreter wurde am Kaiserplatz (nunmehr Ludwig-Piffl-Platz) von der Gemeindevertretung Neustift im Felde, dem Ortsschulrat, der freiwilligen Feuerwehr und den Schulkindern würdevoll empfangen, besichtigte unsere Filialkirche, hielt eine schöne Ansprache und erteilten den Versammelten den heiligen Segen.

 

Am 4. Juli 1914 fand in unserer Filialkirche für den verstorbenen Thronfolger in Anwesenheit der Gemeindevertretung, des Ortsschulrates, der Feuerwehr und der Schuljugend ein Trauergottesdienst statt.

 

Am 23. Jänner 1918 erschienen 2 Soldaten und 1 Arbeiter und nahmen die mittlere Glocke, Zügenglöcklein und die Metallpfeifen unserer Manualorgel für Kriegszwecke an sich. Dadurch erklangen unsere Heimatglocken zum letzten Mal. Viele Menschen waren tief bewegt und weinten.

 

Die Gemeinde Neustift kaufte im Dezember 1920 bei der Firma Strkor in Schönberg am Kamp eine Stahlglocke und diese wurde am 6. Jänner 1921 um 14 Uhr vom hochwürdigen Herrn Pfarrer Rasberger aus Kirchberg am Wagram geweiht. Der hochwürdige Herr Pfarrer hat eine Festrede abgehalten das Schulkind Stefanie Schabl und die Kinder Maria Bierbaumer und Leopoldine Weiß trugen Gedichte vor, anschließend erfolgte ein Umzug mit der neu geweihten Glocke. Am Abend wurde im Saal der Frau Wagensonner getanzt.

 

Zu Pfingsten 1928 ließ das neuangeschaffte Orgelharmonium in der Kirche zum ersten Mal zur allgemeinen Befriedigung seine Töne erklingen. Der Preis betrug öS 1.250,--.

 

Es wurde beschlossen noch in diesem Jahr neue Kirchenstühle anzuschaffen - Kostenvoranschlag: öS 2.000,--

 

Wie aus den Aufzeichnungen des Herrn Walzer hervorgeht wurde die Zimmerorgel aus dem 17 Jahrhundert im Jahr 1929 durch ein Orgelharmonium ersetzt und diese wurde bei der Firma Klapka in Krems gekauft.

 

Die von der Gemeinde Neustift festgesetzte Kirchenrenovierung wurde im Sommer in den Ferien im Jahr 1930 durchgeführt. Die Kirche wurde neu ausgemalt, hell gestrichen, bekam neuen Sitzbänke und Altar und Statuen wurden frisch vergoldet und renoviert.

 

An der Stelle des alten Altarbildes, der Mutter Anna, malte die Akademikerin und Malerin Irene Rust aus Kirchberg am Wagram den heiligen Florian, unseren Ortspatron.

 

Die folgenden Kosten gliederten sich in: Malerarbeiten öS 1.300,--, Maurerarbeiten öS 680,--, Sitzbänke öS 2.000,--, Altarvergoldung und diverses öS 450,--, Altarbild öS 800,--, Statuenrenovierung öS 50,--.

 

Das alte Schindeldach über der Sakristei und dem Altar wurde entfernt und durch ein Ziegeldach ersetzt. Dachstuhl und Dachziegel samt Eindeckung des Daches kostete damals öS 2.000,--. Da die Jagd im Herbst gänzlich versagte und die Einnahmen sich nur auf öS 1.300 + öS 500 = öS 1.800,-- statt den erhofften öS 4.000,-- beliefen, ja im Vergebungswert öS 5.000,-- ausmachte, steckte die Gemeinde nun in Schulden in der Höhe von öS 3.000 - öS 4.000,--. Demnach hat die Gemeinde Neustift beschlossen sich dieses Geld aufzunehmen und kaum Sekundärkosten zu machen.

 

Am Sonntag dem, 1. August 1948 erhielt unsere Filialkirche 2 neue Glocken, die der Dechant Matthias Hutter aus Hadersdorf am Kamp eingeweiht hat

 

Am 20. Juli 1960 verstarb nach einer jahrelangen schweren Erkrankung Herr Leopold Gerner, der über 40 Jahre das Amt des Messners in unserer Filialkirche ausgeübt hat.

 

Unsere Filialkirche Neustift im Felde ist im Sommer unter Leitung des hochwürdigen Herrn Pfarrer Rudolf Koriska mit Hilfe der Dorfbevölkerung renoviert worden. Das Gotteshaus wurde trocken gelegt, bekam gleiche Rundfenster und wurde neu ausgemalt.

 

Im Zuge dieser Arbeiten ist auch ein altes Altarbild, Maria mit dem Rosenkorb, das von einem bedeutenden, aber derzeit noch unbekannten Barockmaler stammen soll, entdeckt worden. Es ist in der Werkstatt des Bundesdenkmalamtes fachgemäß renoviert worden und schmückt heute wieder dem Altar, auf dem es viele Jahrzehnte gestanden ist.

 

Am Sebastianitag dem 20. Jänner 1961 erstrahlte unsere Filialkirche in einer einfachen aber stilgerechten Ausgestaltung zur Freude der gesamten Bevölkerung.

 

Die Orgel in unserer Filialkirche hatte in den letzten Jahren mehrmals versagt, daher wurde vom Gemeinderat Neustift in seiner Sitzung am 28. Dezember 1962 beschlossen, den Ankauf eines neuen Werkes. Die Firma Stingel aus Wien lieferte die neue Orgel um öS 17.000,--.

 

Am Sebastianitag des Jahres 1963 erklang das Instrument zum ersten Mal zur Zufriedenheit der Ortsbewohner von Neustift im Felde.

 

In den laufenden Jahren wurde eine Kirchenheizung installiert.

 

 

Die Filialkirche Neustift im Felde steht unter Denkmalschutz.

 

Filialkirche Neustift im Felde erstrahlt im neuen Glanz

 

 

  

Im November 2013 wurde unsere Filialkirche grundsaniert. Das Dach wurde neu gedeckt, Dachlatten erneuert, die Außenfassade in der ursprünglichen Form wieder hergestellt. Es sind jedoch weiterhin Spenden notwendig um den Innenbereich der dringendst saniert werden müsste zu sanieren. Eine neue Kirchentüre wäre auch notwendig. Daher bitte, bitte Spenden!!!

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